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12.09.2014 - 16. Empfang der Wirtschaft im Rhein-Lahn-Kreis

Gastvortrag von Prof. Jutta Rump zum Fachkräftemangel
Viele Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung des Rhein-Lahn-Kreises kamen kürzlich wieder zum traditionellen Empfang der Wirtschaft im Rhein-Lahn-Kreis zusammen. Seit dieses Veranstaltungsformat auf Initiative der IHK-Regionalgeschäftsstelle Montabaur im Jahr 1999 unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Lahn in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Rhein-Lahn, den Wirtschaftsjunioren Westerwald-Lahn und der Rhein-Lahn-Zeitung ins Leben gerufen wurde, hat es sich zu der Kommunikations- und Netzwerkplattform der Wirtschaft des Kreises schlechthin entwickelt. In diesem Jahr waren wieder gut 250 Teilnehmer in das Bürgerhaus von Miehlen gekommen, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und zu erfahren, was die Unternehmen im Landkreis bewegt. In seinem Grußwort bedankte sich Landrat Frank Puchtler bei den Unternehmerinnen und Unternehmern für deren Einsatz und schrieb es ihnen und ihren Belegschaften zu, dass die Wirtschaft des Kreises gut aufgestellt sei. Sie leisteten einen wesentlichen Beitrag zur hohen Lebensqualität in der Region. Puchtler fügte hinzu, dass die Bedeutung einer funktionierenden Wirtschaft für das Gesamtgebilde eines Kreises nicht zu unterschätzen sei. Deshalb müssen man auch nachhaltig an der Verbesserung solcher Standortfaktoren wie z.B. Verkehrsinfrastruktur und Breitbandversorgung arbeiten. Puchtler, an die Unternehmerinnen und Unternehmer gerichtet: „Wir brauchen Sie!“


Frau Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen (IBE), hielt einen viel beachteten Gastvortrag zum Thema „Strategien im Umgang mit dem Fachkräftemangel“. Sie appellierte an die Zuhörer, Neues zu wagen. Insbesondere der Mittelstand habe die große Chance, durch seine Flexibilität, Schnelligkeit und Innovationskraft die Fachkräfte von morgen auszubilden, zu gewinnen und auch zu halten. Die auseinanderdriftende Zahl zwischen Bedarf und vorhandenen Fachkräften in den Griff zu bekommen, sei, so Rump, nur über drei Maßnahmen machbar: "Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, Steigerung der Produktivität und die Ausschöpfung von brachliegendem Potential". Dabei seien eine wertschätzende, leistungsorientierte Unternehmenskultur, eine offene, individualisierte Führung mit Glaubwürdigkeit, eine flexible und verlässliche Arbeitsorganisation, langfristige und durchlässige Werdegänge, proaktive Gesundheitsförderung, fundierte Ausbildung, Nachwuchsförderung und strategische Allianzen zum Arbeitgebermarketing, etwa durch regionale Präsentation, die wesentlichen Grundlagen für den erfolgreichen Kampf gegen den Fachkräftemangel in einer ländlichen Region.


Es folgte eine von Frank Ackermann kurzweilig moderierte Podiumsdiskussion zum Thema, an der neben Prof. Rump der Geschäftsführer der Heuchemer Verpackung GmbH & Co.KG, Dietmar Debus, der Kreishandwerksmeister Rhein-Lahn, Johannes Lauer, der Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit, Dieter Knopp, und Landrat Puchtler teilnahmen. Fazit der Runde: Wir haben gute Chancen die Fachkräfte für heute und morgen zu bekommen – nur müssen wir sie auch nutzen!


Nach dem Schlusswort des IHK-Regionalgeschäftsführers Richard Hover, der die Gäste nochmals motivierte, sich weiter den unternehmerischen Herausforderungen zu stellen, folgte der kommunikative Teil der Veranstaltung mit vielen Gesprächen bei einem Glas Wein und leckeren Kleinigkeiten. Kommentar einer Unternehmerin, die stellvertretend für viele an diesem Abend sprach: „Toller Empfang mit einer richtig guten Stimmung!“ Na dann: Bis zum nächsten Jahr!
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